Yara Düngeberatung – Primula gezielt düngen

    Was gilt es bei Primula zu beachten?

     

    Die Primula vulgaris reagiert besonders im Jungpflanzenstadium empfindlich auf Salz.

     

    Ausschlaggebend für die Qualität von Fertigware ist ein kompakter Wuchs.

     

    Bei der Primelerde gilt es darauf zu achten, dass der pH-Wert stabil im schwach sauren Bereich bei etwa 6,0 bleibt. Je mehr Torf das Substrat enthält, desto niedriger ist der pH-Wert. Zu saure Substrate führen zu einem starken Blattwachstum. Bei pH-Werten unter 5,0 kann die Freisetzung von Spurenelementen Probleme bereiten. Steigen die pH-Werte hingegen zu stark an – wie es zum Beispiel bei der Verwendung von hartem Gießwasser mit einer Karbonathärte von mehr als 12°dH der Fall ist – müssen Sie mit einem Eisenmangel rechnen.

     

    Auch Phosphatgehalte von mehr als 600 mg/l Substrat sowie eine übermäßige Bewässerung können einen Eisenmangel hervorrufen.

     

    Abhilfe kann die Gabe eines Eisendüngers schaffen. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass EDTA-Eisendünger nur bis zu einem pH-Wert von 6,0 wirken. Bei höheren pH-Werten empfiehlt sich der Einsatz von HBED-Eisendüngern, wie etwa YaraVita Tenso Iron 58.

     

    Glasige Blätter durch Calcium-Mangel

     

    Besonders in den Wintermonaten kann Glasigkeit an Blättern erhebliche Probleme bereiten. Die Ursache hierfür ist ein Calcium-Mangel, der durch eine hohe Luftfeuchtigkeit ausgelöst wird. Bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit nimmt die Pflanze nicht nur weniger Calcium auf, auch innerhalb der Pflanze wird weniger Calcium transportiert. Das ist vor allem in sehr warmen Nächten der Fall. Liegen entsprechend hohe Außentemperaturen vor, können Sie dem Mangel mit calciumhaltigen Blattdüngern, wie etwa Yara Vita Fruitcal, entgegenwirken.

     

    Welche Folgen hat ein Nährstoffmangel?

     

    Die Fachhochschule Weihenstephan hat untersucht, wie sich ein Nährstoffmangel bzw. ein Nährstoffüberschuss bei Primula vulgaris “Diadem Blau” auswirkt. Die Pflanzen wurden hierzu in der 38. Woche getopft.

     

    Der Versuch zeigt:

     

    Wenn Phosphat als Puffer fehlt, erhöht sich der pH-Wert des Substrats. Liegt zuviel Stickstoff vor, nimmt der Salzgehalt des Substrats stärker zu als wenn zuviel Kali vorliegt. Nach der Hälfte der Kulturzeit enthält das Substrat nur noch eine geringe Menge an Nährstoffen – selbst wenn die Pflanzen optimal ernährt wurden.

     

    Der Mangel eines Nährstoffs bewirkt auch eine verminderte Aufnahme anderer Nährstoffe. So führt:

    • ein Mangel an Stickstoff zu einer geringeren Aufnahme von Phosphor und Kalium.

    • das Fehlen von Phosphor zu einer geringeren Aufnahme von Stickstoff und Kalium.

    • das Fehlen von Kalium zu einer geringeren Aufnahme von Stickstoff.

     

    Die Flüssig-Düngung

     

    Bei gering aufgedüngten Substraten sollten Sie, nachdem sie durchwurzelt sind, im Abstand von ein bis zwei Wochen mit einem ausgeglichenen Nährsalz nachdüngen. Hierfür empfiehlt es sich, die Produkte Kristalon Blaumarke (19+6+20 ) oder Kristalon Azur Spezial (16+11+16) in einer Konzentration von 0,1 bis 0,2 % zu verwenden. Im Zeitraum von Mitte bis Ende September sollten Sie dann aber zu kaliumbetonten Düngern übergehen. Der Grund: Die Nährstoffe Kalium und Stickstoff werden bei einer Bewässerung der Pflanzen von oben leicht ausgewaschen. Während zu Beginn des Winters ein Stickstoffmangel keine Probleme bereitet, kann ein Kalimangel leicht zu Blattnekrosen führen. Daher sollten Sie im Herbst zu Düngern greifen, die reich an Kalium sind, wie unser Produkt Kristalon Scarlet (7,5+12+36).

     

    Im Winter haben Primeln bei den niedrigen Temperaturen nur einen sehr geringen Wasserbedarf. Daher nehmen sie über die Flüssigdüngung auch nur wenige Nährstoffe auf. Damit die Primeln den Winter aber gut überstehen, müssen sie ausreichend mit Phosphor und Kalium versorgt sein. Notfalls müssen Sie die Pflanzen vor der Frostperiode noch einmal düngen.

     

    Während der Wintermonate, vor allem während der Kühlperiode sollten Sie Ihre Primeln nicht mehr düngen. Erst zur Blütenbildung können Sie wieder mit der Düngung beginnen. Diese sollte dann phosphor- und kaliumbetont sein.

     

    Sind die Stickstoff- und Kaliumgehalte auf Werte gesunken, die unter 20 mg/l liegen, dann müssen Sie entsprechend reagieren. Sorptionstarke und strukturstabile Substrate vertragen auch höhere Düngergaben. Per Bewässerungsdüngung können Sie den Pflanzen zu Treibbeginn zu jedem Gießen 2 g Nährsalz/l geben. Wenn Sie wieder häufiger bewässern, reicht auch eine Menge von 1 g Nährsalz/l. Diese Konzentrationen sollten möglichst nicht über das Blatt, sondern im Anstauverfahren gegeben werden. Bei einem extremen Mangel kann es notwendig sein, auch bereits feuchte Pflanzen, die normalerweise nicht mehr gegossen werden müssen, mit Flüssigdünger zu versorgen.

     

    Falls Sie den Pflanzen höhere Nährstoffmengen verabreichen wollen, aber noch nicht so häufig bewässern, empfiehlt es sich, voll wasserlösliche Nährsalze zu verwenden. Sie sind höher konzentriert als flüssige Dünger.

     

    Blattdüngung:

     

    Zur Sicherung des Kaliumgehaltes in den Blättern:

    YaraVita Safe-K 300 ml je 1000 m² mit mindestens 20 Liter Wasser anwenden.

     

    Zur Stabilisierung des Blattapparates:

    YaraVita Actisil 100 ml je 1000 m² mit mindestens 20 Liter Wasser anwenden.

     

    Neben den Düngern der Firma Yara führen wir auch noch